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Herzenslust Kolumne

Herzenslust Kolumne Der ehrenamtliche Mitarbeiter Christian Stange wird hier künftig seine eigene Kolumne gestalten. Er wird uns über seine Erfahrungen bei Herzenslust berichten. Hier ist sein erstes Statement:   Mitten im Leben: Die Aktion Herzenslust repräsentiert eine zweite Seite der AIDS-Hilfe Bochum.Was treibt eigentlich die Kondomverteiler-Truppe, wenn sie sich nicht... Weiterlesen...

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Homosexuelle beraubt: drei Männer in Haft


Verbrechen

Bochum. Nach Raubüberfallen auf Homosexuelle auf einem Autobahnparkplatz sind am vergangenen Mittwoch zwei weitere junge Tatverdächtige in Bochum verhaftet worden. Der Fall könnte sich noch stark ausweiten.

Nach einer Reihe von Raubüberfällen auf einem Parkplatz der A42 bei Castrop-Rauxel-Bladenhorst hat das Bochumer Landgericht jetzt zwei weitere Tatverdächtige in U-Haft gesperrt. Jetzt sitzen schon drei hinter Gitter. Und der Fall könnte sich noch ausweiten: Wie die WAZ am Freitag auf Anfrage bei der Kripo erfuhr, soll eine Gruppe von Tatverdächtigen von Mai bis September „jeden Tag“ Homosexuelle auf dem Parkplatz und im angrenzenden Wäldchen überfallen haben.

Das habe ein Tatverdächtiger gesagt. Der Tatort gilt als Treffpunkt für Homosexuelle.

Gericht: „Wir haben zum Teil schon Geständnisse“

Die Staatsanwaltschaft Bochum hat bereits zwei Anklagen gegen sieben Männer (16 bis 19) erhoben - fünf Herner, ein Bochumer (17) und ein Dortmunder (18). Vorwurf: Einer spielte dem Opfer sexuelles Interesse vor. Als es darauf einging, kamen Mittäter aus dem Gebüsch und raubten das Opfer aus oder versuchten dies zumindest. So am 7. Juli und am 21. September. Sie sollen mit einem Ast geschlagen und einem Totschläger gedroht haben. Im ersten Fall ist es unklar, ob das Opfer überhaupt aus homosexuellem Interesse am Tatort war. Das Gericht teilte am Freitag auf Anfrage mit: „Wir haben zum Teil schon Geständnisse.“

Die Kripo kennt bereits fünf Opfer, darunter drei homosexuelle. Sie vermutet aber, dass es viel mehr gibt. „Wir gehen von einem großem Dunkelfeld aus“, sagte Polizeisprecher Volker Schütte am Freitag. Die Kripo hält es für möglich, dass sich viele nicht outen wollen und deshalb schweigen. Opfer sollten sich melden: Tel. 0234/9090.

 

Dieser Artikel erschien am 22.10.2010 auf DerWesten.de

 

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