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Herzenslust Kolumne - Teil 8: Mitten im LebenLiebe Freunde,
wird die Kolumne für Nachrufe zweckentfremdet? Ich hoffe, nicht. Als Chronist von Lebenswirklichkeit nutze ich gern die Möglichkeit, hier aus dem "Tagesgeschäft" - nota bene - nicht aus dem Nähkästchen zu plaudern. Der zweite Koordinator im Team, André, ließ sich bei der letzten Sitzung entschuldigen. Für mich überraschend setzten uns Geschäftsführer und Vertreter des Vorstandes von der Tatsache in Kenntnis, dass der Vertrag mit André nach reiflicher Überlegung und mehreren Personalgesprächen nicht mehr verlängert wird. An dieser Stelle bedanke ich mich herzlich für sein Engagement. Die Situation hat uns aber vor Augen geführt, dass die Position eines Herzenslust-Koordinators ganz besondere Anforderungen stellt, die weit über die Moderation einer Teamsitzung hinausgehen. Ich habe mich gefragt, was einem Bewerber Anreiz bieten könnte, sich diesen Anforderungen zu stellen, und Mut machen könnte. Als wesentlichen Aspekt sehe ich dabei, dass der Nachfolger auf ein hochmotiviertes Team trifft, das sich einen kompetenten Koordinator wünscht, der nicht abgehoben agiert, und die eigene Teamfähigkeit nicht mehr unter Beweis stellen muss, delegieren kann, und die Inhalte und Ziele von Projekten zu kommunizieren weiß. "Herzenslust-Arbeit" ist Herzenssache, und was für die Ehrenamtler im Team selbstverständlich ist, sollte für eine Honorarkraft in besonderer Weise gelten. Vielleicht lässt sich sogar ein Positiver auf eine solche Herausforderung ein. Lassen wir doch den "neuen" die besondere Luft in unserem Team schnuppern und sich selbst ein Bild machen, bevor es zu einer längerfristigen Entscheidung kommt! Versuch macht bekanntlich klug. Probezeiten machen Sinn. Vielleicht lassen sich Enttäuschungen auf Seiten aller Beteiligten auf diese Weise im Vorfeld bereits reduzieren. Ich wünsche den Verantwortlichen eine glückliche Hand bei der Neubesetzung der Stelle. Allen Lesern einen sonnigen April und ein frohes Osterfest! Christian Stange. |
